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Im Januar 2000 besuchte meine Frau ihren Bruder in der Türkei, da dieser einige Zeit später zum Militär sollte. So war sie schon drei Wochen bei ihrer Familie, als dann die Nachricht kam, ihr Bruder wird erst im August einberufen. Meine Frau fragte mich dann, ob ich nicht Lust hätte, eine Woche nach Mersin zu kommen. Ich sagte zu, und buchte einen Flug. So flog ich über Berlin nach Adana. Hier hatte ich mir ein Auto gemietet, das auch schon am Flughafen für mich bereit stand.
Kaum waren wir dann fünf Minuten gefahren, teilte mir meine Frau mit, das sie gerne einen Hund haben möchte. Ich war geschockt. Einen Hund – nein, nie wieder. Ich wußte, wie weh es tut, wenn der Hund stirbt. Am eigenen Laib hatte ich es erfahren. Drei Tage lag ich im Bett und heulte mit meiner Tochter um die Wette. Das wollte ich nie nie wieder erleben.
Jeder Mann weiß aber, wie eine Frau nerven kann, wenn sie etwas will. So auch meine Frau. Fast eine Woche lang nervte sie mich mit einem kleinen Hund, die sie gesehen hatte. Also schaute ich ihn mir an. Ich dachte mich trifft der Schlag, als ich das sah. Eine Mischlingshündin, nicht größer als eine Kaninchen lag in einem Käfig, in dem sie gerade mal stehen konnte, und hatte drei kleine Welpen, die nicht älter als drei oder vier Wochen waren, zwei weiße und ein Welpe war leicht bräunlich. Diesen kleinen Wurm wollte sie haben. Ich sagte nein. Am Nachmittag hatte sie mich dann doch überredet, den‚Welpen zu kaufen. Also ab in die Stadt, und nun kam der Schock für meine Frau, eine andere Frau hatte den Kleinen auf den Arm. 20 Minuten vorher hatte sie ihn gekauft. Meine Frau war sehr sehr traurig, und so versprach ich ihr, in Deutschland einen Hund zu kaufen.
Wir waren noch keine Woche wieder zu Hause, da machten wir uns auf die Suche nach einem Welpen. Jedes Tierheim besuchten wir, aber es gab keine Welpen, nur ausgewachsene Hunde, und davor hatte meine Frau Angst.
Im Februar 2000 gab es auf WDR3 eine Sendung, - Tiere suche ein Zuhause - wo auch ein weißer Schäferhund gezeigt wurde. So einen Hund kannte ich vorher nicht, und war sofort begeistert. Also rief ich sofort in dem Tierheim an, und erkundigte mich nach dem Hund. Mir wurde gesagt, dass man alle Anrufe sammelt, und dann entscheiden wird. Dieses wird wohl ende der Woche geschehen. Ich möchte mich doch am Donnerstag noch mal melden. So rief ich am dem Donnerstag wieder bei dem Tierheim an, und man teilte mir mit, ich möchte doch am Montag wieder anrufen. Dieses tat ich auch, und wurde wieder vertröstet. Da platzte mir der Kragen, und ich teilte der Dame am Telefon mit, das jeder Tag, den der Hund im Tierheim ist, ein verlorener Tag für den Hund sei
Nun rief ich beim WDR an, und erkundigte mich nach der Sendung. Man gab mir eine Telefonnummer, und wieder rief ich diese an, bis ich von der Dame eine Telefonnummer erhielt, wo ich anrufen könne, und mich über Welpen für weiße Schäferhunde erkundigen kann. Nach einem erneuten Anruf erhielt ich dann ein Fax, mit Telefonnummern und Züchter, die gerade Welpen haben.
Nach einigen Anrufen kam ich zu einer Züchterin in der nähe von Kassel. Sie teilte mir mit, dass sie einen kastrierten Rüden von 12 Wochen zu verkaufen hat. Sofort machte ich für den nächsten Samstag einen Termin aus. Auf der Fahrt nach Kassel sprach Gül mit mir keinen Ton, da sie gewaltige Angst hatte. Bei der Züchterin angekommen wurden wir in die Küche gebeten. Besonders sauber sah es da nicht aus, und als wir den Hund sahen bekam ich einen Schreck. Der große Kerl sollte erst 12 Wochen alt sein, ich konnte es nicht glauben. Da wurde uns dann gesagt, dass er schon 20 Wochen alt sei. Als ich zu ihm wollte, machte er sich ganz klein und verschwand unter dem Tisch. Da mir das alles zu suspekt war, sagte ich der Züchterin, dass wir es uns noch mal überlegen wollen.
In Norderstedt angekommen suchte ich mir die Liste mit den Zwingern wieder raus. Also rief ich wieder eine Telefonnummer auf der Zwingerliste an, und wurde nun an einem Züchter verwiesen, der in der Eifel wohnt. Sofort rief ich da an, und erfuhr, dass er noch einen Rüden frei hätte. Ohne lange zu überlegen kaufte ich den Hund. Keine halbe Stunde später war das Fax mit dem Vertrag da, den ich sofort unterschrieb, und an den Züchter zurück faxte.
Nun hatte ich meinen weißen Schäferhund. Für uns sollte es nur diesen einen Hund geben. Auf Ausstellungen wollten wir nicht, und an züchten war gar nicht zu denken. Das dachten wir zum damaligen Zeitpunkt. Aber es sollte ganz anders kommen, als wir es uns je gedacht haben.
Am 18.03.2000 machten sich meine Frau und ich auf in die Eifel, um uns unseren weißen Schäferhund bei dem Züchter abzuholen. Nach gut 4 Stunden Fahrt waren wir am Ziel. Als war auf das Grundstück fuhren, wurden wir von lautem Gebell „begrüßt“. Nach der Begrüßung durch den Züchter, wurden uns nach und nach seine Hunde vorgestellt, 5 Stück an der Zahl. Gül war es nicht ganz geheuer, mit 5 großen Hunden in einem Raum zu sein, denn sie hat vor ausgewachsenen Hunden gewaltig Angst. Aus diesem Grund hatten wir uns auch entschlossen, einen Welpen zu kaufen.
Als ich Kind war, bin ich mit einem Schäferhund groß geworden. Dieser Hund liebte mich über alles, und beschützte mich bis zu meinem 12. Lebensjahr. Niemand durfte mit mir schimpfen, geschweige denn schlagen, wenn der Hund in der Nähe war. Dieser Hund hieß DONAR von der Weberkoppel Als Andenken an diesen treuen und lieben Hund, habe ich unseren Hund DONAR genannt. Nach einer guten Tasse Cappuccino sind wir dann zu den Welpen gegangen. Von der Sauberkeit der Welpen, und der Unterkunft war ich angenehm überrascht. Auch meine Frau war von den Welpen angetan. Sofort hat sie einen Welpen auf den Arm genommen. Dieses war das erst Mal, das ich gesehen habe dass meine Frau einen Hund anfasst
Zuerst hatten wir uns überlegt, in der Nähe zu übernachten, und am nächsten Tag wieder nach Hause zu fahren. Da die Welpen aber schon am gleichen Tag tätowiert worden waren, konnten wir sofort zurück fahren. Unser DONAR, der eigentlich Cecotto - Condor of white Paradise heißt, wurde am 26.01.2000 bei dem Züchter geboren.
Der Züchter brachte uns und den Welpen noch zum Auto, und wir konnten unsere Heimreise antreten. Kaum waren wir vom Gründstück gefahren, versuchte nun unser Hund auf den Schoß meiner Frau zu kommen, was sie auch sofort genehmigte. Die Freude darüber war bei mir sehr groß. Um 22.00 Uhr waren wir wieder zu Hause, und DONAR hat den Schoß meiner Frau nicht verlassen.
Gleich nach unserer Ankunft sind wir mit ihm Gassi gegangen, und DONAR hat seine Geschäfte erledigt. Nun konnten wir ihm sein neues zu Hause zeigen. Nachdem DONAR sich unsere Wohnung angesehen hat, kam er ins Wohnzimmer und legte sich sofort zu meinen Füßen nieder. Im Schlafzimmer haben wir ihm neben dem Bett meiner Frau ein Lager gemacht, was er auch sofort angenommen hat.
Nach 4 Stunden Schlaft hörte ich das leise Winseln von DONAR, und ich musste mich anziehen, um mit ihm raus zu gehen, wo er auch brav sein Geschäft erledigte. Als wir wieder in der Wohnung waren, lief er sofort ins Schlafzimmer auf seinen Platz, und ließ uns bis um 7.00 weiter schlafen. Von nun an wollte er alle 2 Stunden raus. Schon am Nachmittag des zweiten Tages, ließ DONAR meine Frau nicht mehr aus den Augen, wo sie war, war auch DONAR. Bei unseren Spaziergängen mit dem Hund, wurden wir von vielen Personen angesprochen, wie süß der Hund doch aussehe, und wir wurden oft gefragt, was für eine Rasse das denn sei. Niemand hatte bisher von WEISSEN SCHÄFERHUNDEN gehört. Einigen Hunden sind wir auf unseren Spaziergängen auch begegnet. Und nun war ich sehr überrascht, keinen anderen Hund ließ DONAR in seine und unsere Nähe kommen. Sie wurden sofort angebellt, und gingen dann ihre Wege.
Heute haben wir drei einen längeren Spaziergang im Stadtpark unternommen. Bisher hatten wir DONAR nur an der Leine. Nachdem wir 20 Minuten gegangen waren, machte Gül den Vorschlag, DONAR doch mal ohne Leine laufen zu lassen, um zu sehen, wie er dann reagiert. Meine Frau ging gut 20 Meter weiter, und wartete nun darauf, dass ich DONAR von der Leine lasse. Kaum war die Leine ab, gab es für DONAR kein Halten mehr. Die Beine konnten gar nicht so schnell laufen, wie er wollte, und schon war es bei meiner Frau. Weiter als 5 Meter ließ er uns nicht weg. Blieben wir stehen, setzte sich auch DONAR hin. Wir waren von diesem Verhalten begeistert.
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